Aktuelles

Neues und Interessantes aus dem Hamburger Chorleben

Wir suchen Proberäume für die Hamburger Chöre

Eine deutliche Zusammenfassung der Schwierigkeiten mit den Abstandsregelungen

Das Video finden Sie hier!

Herzlichen Dank an die teilnehmenden Chöre: Choricals, älter & besser, Kantorei Rissen, Schrillerlocken, Home Chor, Mädchenchor Hamburg (ERRATUM: der Mädchenchor Hamburg ist im Video leider falsch bezeichnet als „Mädchen Chor Jugendmusikschule“), Concordia Tatenberg, Bramfeld’s Best Choice, Compagnia Vocale, Johanneschor, Medical Voices, globalvocal, Inseldeerns, Belle Alliance Chor, OhTon, Mendelssohnchor, Klangformat, Hamburger Liedertafel, Cinevocal Chor, Neuer Knabenchor der Jugendmusikschule, MGV Scheideholz, Voiceconnection, Sunnysideup, Die Jungs, Klangräume.

Ideen, Anregungen und Fragen gehen an: Inka Neus. Mietkostenzuschüsse durch die Kulturbehörde können über den Landesmusikrat beantragt werden. Hier findet sich auch eine Proberaum-Datenbank.

Musik: „Die Gedanken sind frei“ (Arr. Oliver Gies)
Schnitt: Dirk Kamrowski

Aufgrund der Corona-Pandemie sind aktuell Regelungen für Hamburger Chöre in Kraft, die einen Mindestabstand zwischen den einzelnen Sängern von 2,5 Metern vorschreiben. Damit sind normale Chorproben in den ursprünglichen Probenräumen aktuell nicht möglich – pro Sänger sind 6,5 m2 vorzusehen. Mittlerweile ist es wieder gestattet, dass bis zu zehn Personen ohne Mindestabstand eine Singgruppe bilden und einen Abstand von 2,5 Meter zur nächsten Gruppe halten. Das ist grundsätzlich ein Angebot, das den Chören hilft. Allerdings wird es viele – vor allem ältere – Chöre geben, die weiterhin mit Abstand proben, da die Mitglieder zu Risikogruppen gehören. Das derzeitige Wetter gestattet es noch, dass sich die Chöre in privaten Gärten oder nach Voranmeldung in öffentlichen Anlagen zum Proben treffen, sofern es nicht regnet. Andere Chöre treffen sich in Kleingruppen in geschlossenen Räumen oder suchen alternative Probemöglichkeiten, z. B. in Parkhäusern. Die während des Lockdowns von vielen genutzte Möglichkeit der Chorproben via zoom wurde von den meisten Chören so schnell wie möglich durch reale Sing-Treffen ersetzt.

Der Chorverband Hamburg hat Hamburger Chöre gebeten, Videos von ihren Corona-Proben zu senden. Daraus ist eine Zusammenfassung entstanden, die sehr deutlich die Schwierigkeiten der Abstandsregelungen zeigt.

Viele kreative Ideen wurden entwickelt. Allerdings wird es mit dem Herbst schwieriger – das Wetter wird kälter, regnerischer und stürmischer. Es wird früher dunkel, so dass Chorproben draußen im Freien nicht mehr möglich sind. Passende Räume müssen her. Der Chorverband Hamburg ist im Gespräch mit der Kulturbehörde. Sie hatte zwar einige Anbieter genannt, die kostenfrei bis -günstig Räume zur Verfügung stehen können. Allerdings fordern die Betreiber in den meisten Fällen hohe Reinigungskosten, die durchaus 200 – 500 Euro im Monat betragen. Das kann keiner der Chöre leisten.

Viele der etwa 1.000 Hamburger Chöre haben 30 und mehr Mitglieder. Damit diese mit dem gebotenen Abstand singen können, müssten sie in Turnhallen oder ähnlich großen Räumen proben. Diese Räume müssten im gesamten Stadtgebiet verteilt sein, da die meisten Chöre eine lokale Präsenz und eine Verwurzelung im jeweiligen Stadtteil haben. Die Mitglieder wollen und können in den meisten Fällen aus verschiedenen Gründen (Alter, Arbeit, Mobilität) auch nur im Stadtteil proben.

Der Chorverband Hamburg sucht im Interesse der Chöre geeignete Räumlichkeiten, die groß genug sind, um Chören mit 20 – 60 Mitgliedern unter den aktuell geltenden Bedingungen eine Probenmöglichkeit zu geben. Für Angebote und nähere Informationen steht Verbandschorleiterin Dr. Inka Neus, inka-neus@chorverband-hamburg.de gern zur Verfügung. Damit unterstützt der Chorverband Hamburg auch die CHORona #saveourchoirs Aktion des Landesmusikrats Hamburg in Zusammenarbeit mit der Hamburger Behörde für Kultur und Medien: chorona.lmr-hh.de.

Inka Neus
Verbandschorleiterin