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Neues und Interessantes aus dem Hamburger Chorleben

„Im traurigen Monat November war’s, Die Tage wurden trüber“

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Im traurigen Monat November war’s, Die Tage wurden trüber, Der Wind riß von den Bäumen das Laub…“ So beginnt das Wintermärchen von Heinrich Heine. Daran musste ich gestern denken. Wir hatten einen typischen Novembertag. Es war kalt, es regnete und stürmte – kurzum, es war ein Tag, an dem man froh ist zuhause bleiben zu dürfen. Es stellt sich dann aber die Frage: Was tue ich an diesem Tag, um eine positive Stimmung zu bekommen und trotzdem das sogenannte Beste daraus zu machen, wenn Geselligkeit und Vorfreude auf die Chorprobe nicht gegeben sind? Ich möchte Ihnen erzählen, wie ich mich motiviert habe. Zunächst einmal habe ich ein „Gute-Laune“-Duftöl. Daran zu riechen macht schon was aus. Dazu passend habe ich ein entsprechendes Duschgel. Beim jeweiligen Benutzen kam mir ein Lied in den Sinn, das ich durch mehrere Konzerte kannte. So sang ich es vor mich hin. Gut getan hat mir auch der Kräutertee, in dem auch ein Löffelchen Johanniskraut seine Wirkung entfaltete. Die selbstgekochte Hühnersuppe war ein Genuss für den Magen. Das Beste des Tages war aber, dass ich mich kümmern durfte. Mein Sohn benötigte Unterstützung, die ich ihm mit meinen Fähigkeiten geben konnte. Durch die Aufgabe war ich einen Großteil des Tages beschäftigt. Das hat ihm geholfen und mir Freude bereitet. Nach getaner Arbeit war ich sehr zufrieden mit mir und konnte den Regen und die Dunkelheit besser aushalten.

Nun hatte ich mich den ganzen Tag kaum bewegt. Da passte es, dass mir das Lied „Siya hamba“ einfiel, das ich auch gleich vor mich hinsang. Auf youtube suchte ich nach einem Video dazu und wurde fündig. Hier kommt ganz viel Stimmung rüber, die ansteckend wirkt. Die Bewegungsimpulse sind auf mich übergesprungen, und ich habe vor meinem Laptop mitgesungen und -getanzt. So war dieser trübe Tag denn doch noch ganz schön geworden.

Diese Erfahrungen möchte ich Ihnen als Empfehlungen mitgeben. Kümmern Sie sich. Machen Sie lieben Menschen eine Freude, indem Sie etwas für sie tun – je nach ihren persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Sofern Sie dazu nicht in der Lage sind, nehmen Sie die Unterstützung und die Hilfe von anderen an – auch, wenn es manchmal schwerfällt. Damit tun Sie sich selbst und den andern etwas Gutes. Schöne Musik auflegen und vorspielen kann durchaus schon eine kleine Geste sein, die viel bewirkt. Leckeres Essen und Trinken hebt die Stimmung in jedem Fall – und manchmal darf es dann auch etwas mehr Schokolade oder Marzipan sein…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Sonne im Herzen und Fröhlichkeit in der Seele!